Zinkblech: Verwendung und Tipps zur Behandlung

Zinkblech ist ein wichtiges Baumaterial für Dächer und Abdeckungen am Haus, welches eine Haltbarkeit bis 100 Jahren aufweist.


Zink ist im Normalzustand ein bläulich-weißes, sprödes und unedles Metall, das bevorzugt als Baustoff genutzt wird. Bereits im Altertum nutzte man Zink als Bestandteil für Legierungen von Messing. Die Entdeckung von Zink als eigenständiges Metall geschah erstmals im 17. Jahrhundert in Indien. Danach entstanden in Standorten mit hohen Zinkvorkommnissen Zinkhütten zur Produktion dieses Metalls. Wenn Zink auf 100 bis 200 Grad erhitzt wird, wird es weich und dehnbar und es kann zu Blech verarbeitet werden.

Verwendung
Zinkblech wird heute vor allem im Bauwesen verwendet. Daneben wird häufig Eisen und Stahl verzinkt, um einen hohen Korrosionsschutz zu erreichen. Das bedeutendste Einsatzgebiet von Zink sind Legierungen mit Aluminium oder auch mit Messing und anderen Metallen. Im Bauwesen wird es als Werkstoff in Form von Blech verarbeitet. Heute handelt es sich dabei vorwiegend um Titanzink. Die Haltbarkeit liegt bei etwa 100 Jahren. Wenn Zinkblech fachmännisch durch einen Klempner verarbeitet wird, hält das Material durchgängig und kommt ohne Reparatur oder Wartung aus. Zinkblech wird zur Dachdeckung, für Abdeckungen von Gesimsen und Fensterbänken, sowie für die Dachentwässerung für Regenrinnen genutzt. Geliefert wird das Material in Metallbandrollen (Coils) oder in Tafeln. Bei Dachdeckarbeiten kommen Metallbahnen (Schare) zum Einsatz, die in der Regel eine Breite von 60 Zentimeter, und eine Länge von 10 Meter haben. Die Bleche können gelötet oder geschweißt werden. Bei Dachdeckerarbeiten wird das Blech durch Falzen (Doppelstehfalzdeckung) miteinander verbunden.

Tipps zur Behandlung von Zinkblech
Da Zink eine hohe Wärmeausdehnung hat, ist beim Verbauen darauf zu achten, dass sich das Material ausdehnen kann. Bei Farbaufstrich, beispielsweise auf Fensterbänken oder auf Ähnlichem, empfiehlt sich Folgendes. Wenn noch alte Farbe vorhanden ist, ist diese mit Salmiak-Netzmittelwäsche und grobem Vlies so lange zu behandeln, bis es grau-weiß aufschäumt. Anschließend ist dies mit klarem Wasser zu spülen. Das Blech muss dann mit phosphorsaurem Spezialreiniger entfettet (Handschuhe) und mit Schleifvlies geschliffen werden. Ist dass getan, wird das abgeschliffene Zinkblech noch einmal entfettet. Zur Grundierung eignet sich Epoxidharz-Grundierfüller oder 2-k-Washprimer. Alkydharz ist für eine Grundierung auf Zinkblech nicht geeignet. Lackiert werden kann dann mit 2-k-Acryl- oder Alkydharzlack.