Mit medizinischen Effekten reichert sich Zinkoxid in den Hautzellen in hohen Konzentrationen an. Grundsätzlich unterstützt Zink die Wundheilung und -pflege. Der Wundverschluss durch die Bildung eines Netzes aus Fibrin wird bei Hautverletzungen oder –schäden durch Zink gefördert. Zink ist für die Aktivität vieler Enzyme unentbehrlich, dadurch lässt sich die Wundheilung erklären. Zinkoxid unterstützt die Neubildung von Eiweißen, welche das verletzte Gewebe ersetzen. Zusätzlich wirkt Zink antibiotisch auf Bakterien und beugt somit Entzündungen der geschädigten Hautareale vor. Vor allem bei der Bindehautentzündung wird dieser Effekte zu Nutze gemacht, weil Zink gegen einen Erreger dieser Erkrankung wirksam ist. Zinkoxid bewirkt eine Verdickung der Haut an der Wunde und auch die Blutgefäße ziehen sich zusammen. Zink dichtet somit die Oberfläche ab und verringert die Absonderungen aus der Wunde.
Die innerliche Anwendung
Zink wirkt als lebensnotwendiges Spurelement, weil es Bestandteil von mehr als 300 Enzymen ist. Eine wichtige Rolle spielt Zink bei der Spezialisierung, Teilung und beim Wachstum von Körperzellen, bei der Knochenbildung, im Immunsystem, bei der Erhaltung und Erneuerung von schnell wachsenden Geweben wie Haar, Schleimhaut und Haut, bei der sexuellen Reifung und der Gewebereparatur nach einer Verletzung. Zinkoxid ist ferner auch am Insulin-Stoffwechsel und damit auch bei der Blutzuckerregulierung beteiligt.
Im kosmetischen und dermatologischen Einsatz
Zinkoxid ist ein schwach alkalisch wirkendes, weißes und geruchloses Pulver mit einer hohen Deckkraft. Hergestellt wird es auch in unterschiedlichsten Partikelgrößen aus gereinigtem Zinkerz. Heute gibt es sogar die Möglichkeit, ein Zinkoxid zu produzieren, welches in wässrigen Lösungen pH-neutral reagiert. Der Einsatz als Pudergrundlage ist historisch belegt, Zinkoxid löste im Jahr 1866 die gesundheitsschädlichen Wismut-, Blei- und Arsensalze ab. Auch heute wird es als Ingredienz in Schüttelmixturen, in verschiedenen dermatologischen Magistralrezepturen als Puderbestandteil und in Pasten eingesetzt. Bei dem kosmetischen Einsatz wirkt es adstringierend, reizlindernd, entzündungshemmend, austrocknen und antimikrobiell. Es absorbiert eine mikronisierte Form effektiver UV-Strahlung, weist eine hohe Deckkraft auf und reflektiert sichtbares Licht. Durch die austrocknende und entzündungshemmende Wirkung bewährt es sich primär als Puderzusatz oder als Basiskomponente in Pasten bei unreinen, fettenden und entzündlichen Hautzuständen. Es darf jedoch, aufgrund der Löslichkeit in Wundsekret, nicht in Wundpudern verwendet werden. Zusätzlich wird es auch in Kombination mit Titanoxid als anorganisches Lichtschutzpigment eingesetzt.