Zinktabletten: Anwendungsgebiete und Nebenwirkungen

Zink ist ein für den menschlichen Körper wichtiges, lebensnotwendiges Spurenelement. Zinktabletten sollten jedoch nicht wahllos eingenommen werden.


Bei einer normalen Ernährung ist die Zinkzufuhr für gewöhnlich ausreichend. Wenn zusätzlich zinkhaltige Arzneimittel wie Zinktabletten eingenommen werden, sollte der Tagesbedarf von zehn bis 15 Milligramm nicht überschritten werden.

Anwendungsgebiete von Zinkpräparaten
Zinktabletten können im Rahmen einer Selbstmedikation eingenommen werden, wobei grundsätzlich dazu geraten wird, Zink über die Nahrung aufzunehmen. Die Einnahme höherer Dosierungen bei verstärktem Zinkbedarf sollte jedoch nur auf ärztlichen Rat erfolgen. Ein verstärkter Bedarf besteht beispielsweise bei Immunschwäche, Krebs und Lebererkrankungen und Diabetes mellitus. Auch bei Hauterkrankungen oder künstlicher Ernährung ist höherer Zinkbedarf gegeben. Meist genügt bei bestimmten Erkrankungen schon eine zeitlich begrenzte Zinkeinnahme. Dies trifft besonders bei Wundheilungsstörungen, Erkältungskrankheiten und Haarausfall zu. Bei gleichzeitiger Zufuhr von eisen- oder kupferhaltigen Arzneimitteln wird die Aufnahme von Zink in den Körper vermindert. Eine zusätzliche Zinkzufuhr kann wiederum die Aufnahme von anderen Spurenelementen beeinträchtigen.

Funktionen im Körper
Zink ist ein essentielles Spurenelement und neben Eisen das häufigste. Höhere Konzentrationen an Zink sind in den roten Blutkörperchen, Augen, in der Haut und in den Haaren enthalten, sowie in der Prostata und in der Leber. Bei einem Zinkmangel können Symptome, wie schuppende Hautkrankheiten, Haarausfall und gestörte Geschmacks- und Geruchsempfindungen auftreten. Des Weiteren kann eine verzögerte Wundheilung speziell bei Diabetikern und eine verstärkte Anfälligkeit gegenüber Infektionen ein Zeichen für Zinkmangel sein. Ein erhöhter Zinkbedarf kann wegen einseitiger oder ungenügender Ernährung auftreten. Auch nach Operationen sowie Verletzungen und Verbrennungen kann ein erhöhter Zinkbedarf im Körper entstehen. Bei Schwangerschaft und in der Stillzeit ist eine eventuell erforderlich Einnahme von Zinktabletten mit dem Gynäkologen abzuklären. Ein erhöhter Zinkbedarf des Körpers kann auch durch gewisse Arzneimittel ausgelöst werden. Auch Darmerkrankungen und Leberzirrhose können zu Zinkmangel führen.

Nebenwirkungen bei Überdosierung
Wenn Zinktabletten nicht überdosiert werden, sind Nebenwirkungen selten. Der Tagesbedarf von Zink sollte zehn bis 15 Milligramm nicht übersteigen. Gewöhnlich kann der Körper aus der Ernährung ausreichend Zink bekommen. Wenn aus bestimmten Gründen eine Zugabe von Zinktabletten nötig ist, kann es zu einer Überdosierung kommen. In manchen Fällen sind Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Leibschmerzen sowie ein metallischer Geschmack aufgetreten. Es kann auch zu einer beschleunigten Atmung oder Kreislaufschwäche kommen, im schlimmsten Fall sogar zum Koma. Eine chronische Vergiftung kann durch eine länger andauernde Zufuhr von Zink auftreten. Bei Nierenfunktionsstörungen oder bei akutem Nierenversagen dürfen Zinktabletten nicht eingenommen werden.