Zistrose im heimischen Garten züchten? So geht's

Um die aus dem Mittelmeerraum stammende Zistrose im heimischen Garten zu züchten, muss man auf einiges achten.


Die Zistrose ist eine bis zu einem Meter große Strauchpflanze aus dem Mittelmeerraum. Es gibt verschiedene Arten, welche verschiedene Frostempfindlichkeiten aufweisen. Arten aus dem nördlichen Mittelmeerraum sind frostbeständiger und daher für unsere heimischen Gefilde am ehesten zu empfehlen. Dazu gehören vor allem Cistus creticus, Cistus cripus, Cistus purpures und Cistus salviifolius, welche auch stärkeren Frost gut überstehen können.

Standort der Zistrose im Sommer

  • Die Zistrose benötigt einen vollsonnigen Standort, gerne auch heiß. Der Boden sollte am besten rein mineralisch sein, also möglichst ohne organische Bestandteile wie Torf. Dieser sollte gut durchlässig sein, gerne auch steinig wie zum Beispiel ein Kies- Sandgemisch.
  • Sie sollte möglichst trocken stehen, wobei der Wurzelballen jedoch nie gänzlich austrocknen sollte. Wenn die Wurzeln jedoch im Wasser stehen, fangen sie schnell an zu faulen.

Überwinterung

  • Empfehlenswert ist die Züchtung der Zistrose in einem Kübel. So kann man im Winter bequem den Standort wechseln. Überwintert werden sollte diese Pflanze hell und vorzugsweise bei einer Temperatur um die 5°C. Sie wirft ihr Laub im Winter nicht ab, darum ist sie sehr frostanfällig.
  • Außerdem muss sie auch im Winter gewässert werden, damit sie nicht austrocknet. Bei Bodenfrost sollte man dies jedoch unterlassen, damit die Wurzeln nicht einfrieren. Je nachdem wo man wohnt, kann sie im Kübel auch draußen stehen bleiben. Man kann zum Schutz Fichtenzweige herumstecken und den Kübel in Styropor einwickeln.
  • In besonders milden Gegenden, kann man große Pflanzen sogar außerhalb des Kübels draußen überwintern. Man sollte sie hier möglichst hoch mit Reisig zudecken. In kälteren Regionen mit langen Frostperioden, wie etwa im Bergland, ist eine Überwinterung im Gewächshaus oder Wintergarten empfehlenswert.

Vermehrung

  • Reine Arten lassen sich durch Samen vermehren, die man direkt aus der Blüte entnehmen und einpflanzen kann. Im Gewächshaus oder auf der Fensterbank zieht man sie in sandhaltiger Erde. Auch die kleinen Pflanzen dürfen nicht zu feucht gehalten werden.
  • Veredelte Sorten, welche keine Samen mehr bilden, lassen sich über Kopfstecklinge im Sommer vermehren. Die kleinen Zistrosen wachsen sehr langsam und es gibt eine hohe Verlustrate, vor allem weil sie meist zu feucht stehen.
  • Exemplare die eine Größe von mehreren Zentimetern erreicht haben, haben jedoch eine gute Überlebenschance und können im Sommer bereits in Töpfen nach draußen gestellt werden, wo sie schneller und besser wachsen.