Zoologische Gärten: Artenschutz in der Arche Noah (pro)

Sie lieben Zoobesuche? Dann tun Sie gleichzeitig etwas für den Artenschutz, denn mit jedem Eintrittsgeld können neue Tiere nachgezüchtet werden.


Ein Besuch im Zoo ist unterhaltsam, etwa, wenn man Elefanten füttern darf oder Haien beim Schwimmen zusieht. Er bildet, weil man mehr über die Lebensbedingungen eher ungewöhnlicher Dinge erfährt. Entspannung ist in den weitläufigen Parkanlagen nicht schwer und bei einem Familienausflug lässt sich locker Wissen mit Spaß zu sogenannten Edutainment verbinden. Zudem ist er auch aus philosophischer Hinsicht interessant. Kaum eine andere Einrichtung eröffnet den Blick auf andere Lebensformen so ungeschminkt und ehrlich wie ein Zoo.

Zoos: Pro und Contra
Doch zoologische Gärten sind nicht unumstritten. Während die einen sie für ihre Bemühungen um den Artenschutz loben, können die anderen gar nicht genug betonen, dass Wildtiere nicht eingesperrt und mehr noch, zur Schau gestellt werden dürften.
Welche Seite hat nun Recht und was für Argumente lassen sich finden, um Unterstützer und Kritiker zu verstehen? Hilfreich hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt und präsentiert jeweils die Pro- und die Contra-Meinung, sodass Sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Wissen gezielt einsetzen
Zoos sind einzigartige Artenspeicher, die auf relativ wenig Raum eine große Anzahl verschiedener Arten zusammenführen. Besucher können so Tiere von allen Kontinenten und aus allen Ökosystemen ansehen, ohne dafür Deutschland verlassen zu müssen. Auch bedrohte Tierarten finden hier einen geschützten Raum, in dem sie sicher (über-)leben können. Was Zoos darüber hinaus leisten, ist der Versuch, Tiere und ihre biologische Vielfalt zu erhalten. Zu diesem Zweck gibt es Zuchtprogramme, in denen sich entweder Tiere eines Zoos oder Tiere verschiedener Einrichtungen fortpflanzen sollen. Vom Aussterben bedrohte Arten können wieder zu großen Populationen werden, die nach und nach durch Auswilderung wieder einen Platz auf unserem Planeten finden.
Zootiere fungieren darüber hinaus als sogenannte Schirmtiere. Wenn eine Tierart, etwa Urwildpferde, nach erfolgreicher Züchtung ausgewildert werden, muss zunächst ein neues geschütztes Ökosystem geschaffen werden. In diesem finden dann aber nicht nur die Pferde einen neuen Lebensraum, sondern auch Pflanzen, Nager und Insekten. Diese Kleinstlebewesen werden durch das Zootier also ebenfalls vom Aussterben bewahrt.

Artenerhalt: Erfolge
Die Erfolge sprechen für sich. Da Zoos keine Anstrengungen unversucht lassen, um zum Artenschutz beitragen, konnten einige Tierarten vom Aussterben bewahrt werden. Zu diesen Tierarten gehören beispielsweise die Goldlöwenäffchen, die Wisente in Osteuropa oder die Säbel- und Mendesantilopen in Nordafrika.

Zootiere als Umweltpädagogen
Zootiere sind aber auch großartige Lehrer, denn durch sie wird den Menschen die Chance eröffnet, mehr über Tiere im Allgemeinem und das raffinierte Zusammenspiel von Pflanzen, Klima und Fauna in einem Ökosystem zu erfahren. Knut und Co. sind hervorragende Medienmagneten, die in der Lage sind, das Interesse der Öffentlichkeit auf die Probleme der Tiere zu lenken. Weltweit gehen etwa 500 Millionen Menschen in den Zoo und tragen so etwas dazu bei, dass unsere Tierwelt nicht dem Untergang geweiht ist.