Zu hoher Blutdruck (Arterielle Hypertonie)

Zu hoher Blutdruck gehört zu den größten Risikofaktoren eines Schlaganfalls. Betroffene sollten daher regelmäßig messen und entsprechende Medikamente einnehmen.


Mindestens 20 Millionen Menschen in Deutschland leiden neuesten Erhebungen zufolge unter Bluthochdruck. Dieser kann verschiedene Ursachen haben. Vererbung, Übergewicht und bestimmte Krankheiten sind einige von ihnen. Studien haben ergeben, dass durch Senkung des Blutdruckes auf ein normales Maß das Risiko eines Schlaganfalls um bis zu 40 Prozent zurückgehen kann. (Im Übrigen kann auch eine Vielzahl weiterer Herz-Kreislauferkrankungen dadurch verhindert werden.) Ein großes Hindernis bei der Vorbeugung ist, dass die meisten Menschen ihren Blutdruck gar nicht kennen. Ob man an Bluthochdruck leidet oder nicht, wird nämlich in der Regel nicht bemerkt. Es muss gemessen werden. Erst wenn die Krankheit, und als solche ist die Hypertonie zu bezeichnen, bereits einen kritischen Status angenommen hat und über längere Zeit hinweg besteht, treten in der Regel Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel und Sehstörungen auf.

Zu hoher Blutdruck - Die Messung
Als Richtwert für die Grenze zwischen Normbereich und behandlungsbedürftigem Blutdruck gilt ein systolischer Wert von über 140 mmHG (diese Abkürzung steht für Millimeter-Quecksilbersäule, die früher zur Druckmessung benutzt wurde) oder ein diastolischer oberhalb der 90 mmHg-Marke. Dabei misst der systolische Wert den Druck, der ausgeübt wird, wenn das Blut vom Herzen in die Arterien gepresst wird. Der diastolische Wert gibt an, wie viel Druck herrscht, wenn das Blut in die Herzkammer fließt. Die Höhe des Blutdrucks ergibt sich also aus einem oberen (dem systolischen) und einem unteren (dem diastolischen) Wert. Gemessen wird dieser meist mithilfe einer Oberarmmanschette, die also an der Oberarmarterie misst. Ersterer steigt bei erhöhter Aktivität an, letzterer, wenn sich die Blutgefäße verengen, also ein höherer Widerstand in diesem entsteht. Der arterielle Druck ergibt sich aus diesen beiden Angaben.

Die Auswirkungen eines dauerhaft erhöhten Blutdruckes, die für die Entstehung eines Schlaganfalls relevant sind, betreffen die Blutgefäße. Der hohe Druck, der auf diesen lastet, führt mit der Zeit dazu, dass die Wände der Arterien Schaden nehmen. Verschiedene Stoffe aus dem Blut finden guten Nährboden, um sich auf ihnen abzulagern und eine Arteriosklerose zu verursachen. Diese Verengung der Blutgefäße erhöht das Schlaganfallrisiko deutlich.

In vielen Fällen kann ein zu hoher Blutdruck durch eine Umstellung der Lebensweise massiv gesenkt werden. Schon tägliche Bewegung, egal welchen Umfangs, ist hilfreich. Übergewichtige sind besonders von Hypertonie betroffen, daher ist eine Gewichtsreduktion dringend angeraten. Auch eine salzärmere Ernährung trägt erwiesenermaßen zur Senkung des Blutdrucks bei.