Zuckeraustauschstoffe - süße Alternative für Diabetiker

Für Diabetiker sind Zuckeraustauschstoffe geeignet, da sie den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen lassen.


Die sogenannten Zuckeraustauschstoffe zählen zu den Zuckerersatzstoffen. Als Zuckerersatzstoffe werden jene Stoffe bezeichnet, die man anstelle von Zucker zum Süßen verwenden kann. Dabei wird in Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe unterschieden. Sie werden in ihrer Süßkraft im Verhältnis zum Haushaltszucker betrachtet: Während die Süßkraft der Süßstoffe das 30- bis 3.000-fache der Saccharose beträgt, liegt jene der Zuckeraustauschstoffe bei einem Limit unterhalb der Süßkraft des Haushaltszuckers. Zuckeraustauschstoffe sind, im Gegensatz zu den Süßstoffen, kalorienhaltig, auch wenn ihr Wert etwa 40 Prozent unterhalb des Kalorienwertes gewöhnlichen Zuckers liegt. Als Bezeichnungen für jene Zuckeralkohole, die zu den Zuckeraustauschstoffen gehören, finden sich häufig folgende Namen: Sorbit, Isomalt, Xylit, Maltit und Laktit, wobei der aus Xylose gewonnene Xylit die höchste Süßkraft, die etwa der des Haushaltszuckers entspricht, besitzt.

Vorteile von Zuckeraustauschstoffen
Zuckeraustauschstoffe kommen in der Natur in Früchten, Gemüse und Algen vor, werden aber vorrangig in chemischen Prozessen hergestellt. Sie finden in der Ernährung vor allem bei Diabetikern großen Zuspruch, da die Zuckeraustauschstoffe ohne Einfluss auf den Insulin- oder Blutzuckerspiegel abgebaut werden. Zudem sind Zuckeraustauschstoffe wesentlich zahnfreundlicher als Zucker, denn sie bilden im Mundraum weder Plaque, noch Säure. Dadurch wird die Kariesgefahr reduziert. Des Weiteren werden die süßenden Stoffe im Vergleich zum Zucker eher langsam abgebaut. Zuckeraustauschstoffe spenden auf diese Weise über längere Zeit hinweg Energie und halten den Insulinspiegel konstant. Zudem verzögert der langsame Abbau das Einsetzen von Hungergefühlen.

Nachteile von Zuckeraustauschstoffen
Weniger gut geeignet sind Zuckeraustauschstoffe jedoch für eine kalorienarme Ernährung. Zwar liegt ihr Wert mit etwa 2,4 Kalorien pro Gramm deutlich unter dem Kalorienwert des gewöhnlichen Haushaltszuckers (etwa vier Kalorien/ Gramm), dennoch sollte bei Diäten eher auf Süßstoff umgestiegen werden. Zu den Zuckeraustauschstoffen gehört nämlich neben den Zuckeralkoholen auch der Fruchtzucker (Fruktose), der etwa den gleichen Kaloriengehalt wie Haushaltszucker hat. Im Gegensatz zu den Süßstoffen bergen die Zuckeraustauschstoffe auch ein gesundheitliches Risiko: Sie werden vom Organismus nur verzögert aufgenommen und so kann es sein, dass gewisse Mengen den Dünndarm unverändert passieren und dann im Dickdarm Wasser binden, was zu Blähungen und Durchfall führen kann. Aus diesem Grund müssen Lebensmittel, die mehr als zehn Prozent Zuckeraustauschstoffe enthalten, mit dem Hinweis "Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken" gekennzeichnet werden.