Zum Islam konvertieren: So geht es richtig

Zum Islam konvertieren kann jeder, der seinen Glauben findet. Die eigentliche Konversion ist dabei sehr unkompliziert.


Zum Islam zu konvertieren ist ein Wunsch, den Statistiken zufolge immer mehr Menschen hegen. Ob man vorher einer anderen Religion angehörte, oder erst später seinen Weg zum Glauben gefunden hat, ist dabei zweitrangig. Was wie ein bürokratischer Akt klingen mag, ist leichter, als man denkt.

Voraussetzungen, um zum Islam konvertieren zu können

  • Grundsätzlich kann jeder zum Islam konvertieren, der dies tun will. Der islamische Glaube geht an sich nicht vom Begriff der Konvertierung aus. Vielmehr wird die Konvertierung als eine Rückkehr gesehen, da jeder Mensch als Muslim geboren und erst durch äußere Einflüsse Anhänger einer anderen oder gar keiner Religion werde.
  • Besondere Bedingungen gibt es nicht. Es kann also jeder, unabhängig von Nationalität, Abstammung oder religiöser Herkunft, konvertieren. Einzige Voraussetzung ist, dass man sich ausführlich und intensiv mit den Inhalten des Islam beschäftigt und verbleibende Zweifel ausgeräumt hat.

Ablauf der eigentlichen Konversion

  • Die eigentliche Konvertierung geschieht durch das Aussprechen der Schahada, das Bekenntnis zum Islam: "Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und ich bezeuge, dass Muhammed sein Gesandter ist."
  • Dies muss aus Überzeugung und ohne Zwang geschehen, außerdem müssen der Koran und die Sunna als alleinige Glaubensgrundlagen anerkannt werden. Nach dem Aussprechen der Schahada sollte der Ghusl folgen, eine rituelle Waschung des ganzen Körpers. Dabei sind bestimmte Abläufe und Regeln zu beachten.

Private oder gesellschaftliche Konversion nach eigener Wahl

  • Will man zum Islam konvertieren, so kann dies privat geschehen. Die Konversion muss nicht im Beisein von Zeugen stattfinden. Jedoch ist es sinnvoll, die Konvertierung auch gesellschaftlich zu wiederholen, da die Gemeinschaft im religiösen Leben eine große Rolle spielt.
  • Bei der gesellschaftlichen Konversion sprechen Sie die Schahada im Beisein von mindestens zwei Zeugen. Auch eine Konvertierung in der Moschee im Beisein eines Imams ist möglich. 
  • Der Imam kann Ihnen anschließend in einem Dokument die Konvertierung bescheinigen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, einen islamischen Namen anzunehmen, dies ist nicht Pflicht, aber besonders bei solchen Namen sinnvoll, die beispielsweise Hinweis auf eine christliche Herkunft geben. Auch eine Zirkumzision ist nicht Pflicht.