Zusatzstoffe in Lebensmitteln - Illusion auf Kosten des Verbrauchers

Die E-Nummern in der Zutatenlisten geben Aufschluss darüber, welche Zusatzstoffe in Lebensmitteln enthalten sind.


Zu den Zusatzstoffen in Lebensmitteln gehören alle Substanzen, die einer Speise absichtlich zugegeben werden und eigentlich weder Lebensmittel sind, noch in einem solchen vorkommen oder anderweitig sonst gegessen werden. Sie werden Nahrungsmitteln während der Verarbeitung beigemischt. Ein Zusatzstoff wird in erster Linie aus technologischen, nicht aber aus ernährungsphysiologischen Gründen zugegeben. Dabei ist der Übergang zu den sogenannten Zutaten fließend.

Zusatzstoffe in Lebensmitteln
Fast alle in einem gängigen Supermarkt angebotenen verarbeiteten Lebensmittel enthalten diese Zusatzstoffe. Populäre Grundnahrungsmittel, wie Brot, Käse, Wurst und Süßigkeiten, genauso wie das sogenannte Convenience Food. Letzteres weist einen wesentlich größeren Anteil dieser Stoffe auf, wie ein Blick auf die Zutatenlisten der gängigen Fertiggerichte bestätigt. Dosensuppen, Tiefkühlkost oder Backmischungen sind dabei ganz besonders betroffen. Viele Zusatzstoffe finden sich außerdem in kalorienreduzierten Lebensmitteln, um das Fehlen von Fett zu kompensieren. Der Gesetzgeber sieht jedoch für einige Nahrungsmittel ein Verbot von Zusatzstoffen vor. So dürfen frisches Obst und Gemüse sowie rohes Fleisch, Butter und Milch gar keine Zusatzstoffe enthalten. Dasselbe gilt für Honig und Getränke, etwa Kaffee, Tee oder Mineralwasser. Auch Pflanzenöle und getrocknete Teigwaren sind dieser Regelung unterworfen.

Lebensmittel - Zusatzstoffe sind kennzeichnungspflichtig
Für den Verbraucher sind diese Zusatzstoffe an dem Aufdruck auf der Zutatenliste eines Produktes erkennbar. In der Regel tragen sie eine Nummer mit vorangestelltem E. Diese sogenannte E-Nummer gibt Aufschluss über die Art des Zusatzstoffes. Manchmal wird anstelle der Nummer auch der Name des Zusatzstoffes angegeben. Verbraucherschützer kritisieren aber seit Langem die Intransparenz der E-Nummern für den Endkonsumenten.

Zusatzstoffe und ihre Wirkung auf die Gesundheit
Für viele der Zusatzstoffe konnte bisher nicht der Nachweis erbracht werden, dass sie die Gesundheit schädigen. Dennoch ist eine große Anzahl dieser Stoffe unter Experten durchaus umstritten. So gibt es Stimmen, die nicht müde werden zu behaupten, dass die Zusatzstoffe Probleme im Verdauungs- und Stoffwechselsystem hervorrufen können, Allergien oder Asthma auslösen und die Entwicklung bestimmter Krankheiten weiter unterstützen. Langzeitstudien über die verschiedenen Zusatzstoffe gibt es bisher fast überhaupt nicht.

Der Trend geht zu gesunder Ernährung
Der Trend geht eindeutig zu einem bewussteren Umgang mit dem Thema Essen und Ernährung. Verbraucher gehen umsichtiger mit den Produkten um und schauen oftmals ganz genau auf die enthaltenen Zusatzstoffe in Lebensmitteln. Über einen Verzicht auf Fertigprodukte kann die Aufnahme der Zusatzstoffe durch den Organismus stark minimiert werden. Eine Faustregel lautet: Je weniger ein Lebensmittel verarbeitet ist, umso geringer ist der Anteil an Zusatzstoffen. Schätzungen gehen davon aus, dass Personen, die häufig zu Fertigprodukten greifen, bis zu 20 Gramm dieser Stoffe am Tag aufnehmen.