Zweite Berechnungsverordnung - was regelt sie?

Erfahren Sie etwas über die Geschichte, das Wesen und die facettenreichen Anwendungsgebiete der zweiten Berechnungsverordnung um deutschen Raum


Nicht selten stolpert man über Begriffe aus politischen, ökonomischen oder juristischen Bereichen, die einem gänzlich unbekannt und fremd erscheinen, so dass man sich auch nichts unter ihnen vorstellen kann. Gewiss ergeht es dem ein oder anderen, der etwas von der zweiten Berechnungsverordnung liest oder hört, genau so. Sollten auch Sie sich nichts unter diesem Begriff vorstellen können, so soll an dieser Stelle Abhilfe geschafft werden, in dem Sie jetzt das Wesen der zweiten Berechnungsverordnung einmal genauer unter die Lupe nehmen können.

Allgemeines zur Zweiten Berechnungsverordnung

  • Die zweite Berechnungsverordnung ist eine deutsche Rechtsverordnung in Bezug auf wohnungswirtschaftliche Berechnungen nach dem zweiten Wohnungsbaugesetz. Es wird also die Wirtschaftlichkeitsberechnung von Wohnraum geregelt.
  • Im Jahre 1957 ins Leben gerufen und zuletzt 2007 einiger Änderungen unterzogen, hat die II. BV, wie sie üblicherweise abgekürzt wird, ihren Geltungsbereich in der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Ihre Rechtsmaterie beruft sich auf das besondere Verwaltungsrecht.

Die zweite Berechnungsverordnung und ihre Anwendungsgebiete

  • Angewandt wird sie auf dem Feld des sozialen und des von der Steuer begünstigten freien Wohnungsbaus. In der Praxis stößt man allerdings auch in vielen anderen Bereichen auf ihre Anwendung. Mit Hilfe dieser Verordnung kann die Kostenmiete, also die Miete, die gerade anfallende Kosten abdeckt, ermittelt werden.
  • Die zweite Berechnungsverordnung regelt Kapitalkosten- also die Kosten, die in einem Unternehmen durch das Beschaffen von fremdem oder aber eigenem Kapital zur Deckung von Investitionen entstehen. Ebenso verhält es sich mit den Bewirtschaftungskosten, welche die Ausgaben für die laufende Bewirtschaftung von Immobilien darstellen, aber auch mit Instandhaltungskosten sowie der Mietausfallwagnis und der Abschreibung- welche die Wertminderung von Vermögensgegenständen behandelt.
  • Letztlich sind auch die Verwaltungskosten zu erwähnen- also alle Kosten, die der Verwaltung eines Unternehmens angerechnet werden und weder in der Produktion, noch in der Leistungserbringung an den Kunden anfallen. Es ist wichtig zu ergänzen, dass die festgelegten Höchstsätze einiger einzelner Kostenarten die Kosten schon seit einigen Jahren nicht mehr im betriebswirtschaftlichen Sinne decken können. Des Weiteren ist es notwendig zu betonen, dass es streng untersagt ist, im Bau sozialer Wohnungen höhere Mieten zu verlangen.